Aus der Geschichte der Zunft zum Rüden in Schaffhausen

In Schaffhausen wird im Jahr 1397 die Innung der Krämer erstmals erwähnt.

Mit der 1411 eingeführten Zunftverfassung ging in Schaffhausen die Alleinherrschaft des Stadtadels zu Ende. Von nun an bis 1798 stammten die Vertreter im Rat der Munotstadt aus den zwei Gesellschaften und zehn Zünften, darunter die Zunft der Krämer, deren erster Meister Matthias von Wunderstätten hiess. Obherr, bzw. Zunftmeister sowie die Sechser jeder Gesellschaft und Zunft bildeten den 84-köpfigen Grossen Rat. Obherren und Zunftmeister sassen ebenfalls im Kleinen Rat aus dessen Mitte der Bürgermeister erwählt wurde.

In der Zunft der Krämer, welche nach ihrem zweiten, 1423 erworbenen Zunfthaus an der Oberstadt zunächst «Krämer zum Rüden» und seit etwa 1570 «Rüdenzunft» genannt wurde, vereinigte sich eine Vielzahl unterschiedlichster Gewerbe. Der Zunftbrief von 1535 nennt die Seiler, Goldschmiede, Maler, Glaser, Säckler, Gürtler, Dreher, Grempler (Kleinkrämer: Schmalz, Käse, Zieger, Talg, Kerzen) und Weinschenken (Wirte).

  • 1745
    sassen Mitglieder folgender Familien in der Zunft zum Rüden: Ammann, Bärin, Braun, Flach, Frey, Gestefeld, Grübel, Haas, Hurter, Hüninger, Kirchhofer, Mägis, Meister, Oschwald, Ruh, Seiler, Schoop, Schwarz, Schweizer, Spleiss, Veith und Wolfensperger.
  • 1789
    sassen 85 Mitglieder folgender Geschlechter in der Zunft zum Rüden: Ammann, Bärin, Frey, Gestenfeld, Grübel, Haas, Hurter, Hüninger, Kirchhofer, Meister, Peyer, Ruh, Schoop, Schwarz, Schweizer, Seiler, Spleiss und Veith.
  • 1806
    sassen 76 Mitglieder folgender Familien in der Zunft zum Rüden: Ammann, Bärin, Frey, Grübel, Haas, Hüninger, Kirchhofer, Meister, Oschwald, Peyer, Schwarz, Schweizer, Seiler, Spleiss und Veith.
  • 1840
    sassen 70 Mitglieder folgender Familien in der Zunft zum Rüden: Andreae, Ammann, Bärin, Ebenauer, Frey, Hüninger, Kirchhofer, Neher, Oschwald, Schwarz, Schweizer, Seiler, Spleiss, Veith und Winz.
  • 1887
    sassen 69 Mitglieder folgender Familien in der Zunft zum Rüden: Andreae, Ammann, Frey, Hüninger, Kirchhofer, Neher, Oschwald, Schwarz, Seiler, Veith und Winz.
  • 1937
    sassen 50 Mitglieder folgender Familien in der Zunft zum Rüden: Andreae, Ammann, Frey, Hüninger, Neher, Schwarz und Seiler.
Neu aufgenommene Familien im 18. Jahrhundert
  • 1734 Geste(n)feld von Amsterdam
  • 1777 Peyer von Schaffhausen
  • 1779 Frey von Lindau
Neu aufgenommene Familien im 19. Jahrhundert
  • 1816 Winz von Stein am Rhein
  • 1825 Neher von Musbach
  • 1836 Andreae von Heidenheim
  • 1837 Ebenauer von Neustadt an der Aisch
Neu aufgenommene Familie im 20. Jahrhundert
  • 1999 Abegglen von Iseltwald